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Graue Fassaden

Jonas

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歌词

Der Asphalt glänzt im kalten Nieselregen
Zwischen Loft-Fassaden und versiegelten Wegen
Wo früher Graffiti an den Schwellen klebte
Und jeder Hinterhof vor Leben bebte
Heute gibt es Cafés mit Hafermilch-Quellen
Und Designer, die ihre Konzepte vorstellen
Der Wind weht die Blätter in den Gulli hinein
Ich zieh' die Kapuze, will unsichtbar sein
Die Mieten steigen, die Seele wird leise
Eine nostalgisch-melancholische Reise
Durch Gassen, die ich kaum noch erkenne
Weil ich mich fremd in der Heimat nenne

Graue Wände und goldener Schein
Wer wollte hier eigentlich niemals sein?
Die Träume verblasst wie die alten Plakate
Hinter der sterilen, neuen Fassade
Wir laufen im Kreis und suchen den Kern
Die Welt war uns nah, jetzt ist sie so fern

Am Kiosk am Eck, ein Relikt aus der Zeit
Steht ein Schatten aus meiner Vergangenheit
Es ist Jan, sein Blick wirkt ein wenig verloren
Wir hatten uns damals doch Großes verschworen
Er hält ein Bier, ich 'nen Coffee-to-go
Ein stiller Kontrast in der täglichen Show
Er fragt: „Und bei dir? Alles nach Plan?“
Ich schau' auf den Boden, seh' die Schienenbahn an
Sein Lächeln ist müde, die Jacke ist alt
Doch sein Handschlag ist echt, trotz der herbstlichen Kalt
Wir reden von früher, von Skateboards und Träumen
Von Nächten im Park unter dunklen Bäumen

Graue Wände und goldener Schein
Wer wollte hier eigentlich niemals sein?
Die Träume verblasst wie die alten Plakate
Hinter der sterilen, neuen Fassade
Wir laufen im Kreis und suchen den Kern
Die Welt war uns nah, jetzt ist sie so fern

Erfolg ist oft Glätte auf brüchigem Eis
Für das Ankommen zahlst du den höchsten Preis
Die Echtheit begraben unter Marmor und Glas
Vergessen im Rausch, wer man früher mal war
Was bleibt uns am Ende, wenn alles zerfällt?
Nur der Funke Moral in der käuflichen Welt

Die Werte überleben im Hinterhofdreck
Da nimmt uns kein Investor die Kindheit weg
Ein kurzes Kopfnicken, ein „Mach’s gut, mein Freund“
Wir haben denselben Albtraum geträumt
Ich zieh’ weiter durch die kalte Allee
Wo ich nur noch Geister der alten Zeit seh’
Keine Bitterkeit, nur ein leises Versteh’n
Manche müssen bleiben, manche müssen geh’n
Die Stadt atmet schwer unter Beton und Stahl
Doch das Herz schlägt noch weiter, trotz jeder Qual
Ein letzter Blick zurück auf den Kiosk im Licht
Bevor der Abend die letzte Hoffnung bricht

Graue Wände und goldener Schein
Wer wollte hier eigentlich niemals sein?
Die Träume verblasst wie die alten Plakate
Hinter der sterilen, neuen Fassade
Wir laufen im Kreis und suchen den Kern
Die Welt war uns nah, jetzt ist sie so fern

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