Handschrift auf Holz
Leni43 回再生
Der Duft von frischem Brot Färbt die Wangen leicht rot Ich stehe in der Schlange Warten ist mir nicht bange Die Vitrine glänzt im Licht Ich erwarte heute nichts Doch dann drehst du dich um Und die Welt bleibt kurz stumm Ein Gesicht aus grauer Zeit In der Backstuben-Einsamkeit Siebenundzwanzig Jahre her Das Atmen fällt mir gar nicht schwer Dein Wollschal ist schon etwas dünn Ich weiß noch, wer ich damals bin Ein Blick, der keine Fragen stellt Der einfach nur die Ordnung hält Du bist ein Echo in mir Ein alter Geist vor der Tür Kein Schmerz und kein Verlangen Nur ein sanftes Umfangen Das Mädchen, das ich einmal war Ist plötzlich wieder ganz nah Sie wohnt noch in mir In der Stille bei dir Dein Lachen klingt wie Sand An einem fernen Strand Du kaufst zwei Brötchen, ich nur eins Ein kleiner Teil des Lebens-Seins Die Zeit hat uns sehr weich gemacht Und uns den Frieden beigebracht Dein Wollschal ist schon etwas dünn Ich weiß noch, wer ich damals bin Ein Blick, der keine Fragen stellt Der einfach nur die Ordnung hält Du bist ein Echo in mir Ein alter Geist vor der Tür Kein Schmerz und kein Verlangen Nur ein sanftes Umfangen Das Mädchen, das ich einmal war Ist plötzlich wieder ganz nah Wir klauten Kirschen im Juni Die Nächte waren wie Gummi Am Bahndamm saßen wir stumm Und fragten niemals nach dem Warum Der rote Saft auf deinem Hemd Heute bist du mir fast fremd Doch die Kirschkerne liegen noch da In einem Fach, das keiner sah Ein Nicken zur Verabschiedung Keine große Verabredung Du gehst hinaus in das Grau Ich weiß es jetzt ganz genau Diese Version von mir und dir Bleibt für immer als Gast bei mir Du bist ein Echo in mir Ein alter Geist vor der Tür Kein Schmerz und kein Verlangen Nur ein sanftes Umfangen Das Mädchen, das ich einmal war Ist plötzlich wieder ganz nah Sie wohnt noch in mir In der Stille bei dir Sie wohnt noch in mir
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