Kirschen am Straßenrand
Leni77 diputar
(85 BPM) Das Parkett erzählt von Schritten die längst schon verhallten Zwischen den Skeletten und den schweigenden Gestalten Ein Teller klirrt im Dunkeln wie ein ferner Glockenschlag Ich warte nicht mehr länger auf den nächsten hellen Tag Der Regen trommelt Rhythmen gegen das massive Glas Ich schmelze in die Schatten, wo ich einst als Mensch saß Die Kälte kriecht empor an meinem nackten Bein Ich lade die Unendlichkeit in meine Lungen ein Kein Puls mehr der den Rhythmus dieser Welt diktiert Mein Innerstes wird langsam und sehr sorgsam präpariert (148 BPM) Ich bin das Exponat im kalten Vitrinenglas Verliere mein Gewicht, vergesse wer ich was Die Nadel sticht präzise durch mein Herz aus Stein Ich will für immer konserviert und zeitlos sein Ich atme blassen Staub und werde kühler Raub Für alle Sinne blind und für die Stimmen taub Im Museum der Träume bin ich nur ein Raum Ein Fragment der Nacht, ein unbesiegter Traum Glasstaub in den Poren Ich hab mich verloren Chitin auf der Haut Die Stille wird laut (Sound: Knarrende Dielen, klirrendes Porzellan) Splitter fallen leise Auf die alte Weise Stahl trifft auf Koralle In der großen Halle (85 BPM) Schmetterlingsflügel zittern nun auf meiner matten Stirn Ein elektrisches Gewitter flutet mein gefrorenes Gehirn Der Chitinpanzer glänzt im Strahl der fahlen Notbeleuchtung Ich finde in der Starre meine tiefste Selbstbefeuchtung Die ausgestopften Wölfe rücken näher an mich ran Ich fange ihre Blicke wie ein seltener Talisman (Tempo steigt stetig) Die Grenze zwischen Fleisch und Glas verschwimmt nun vollends ganz Ich lade meine Glieder ein zum letzten Totentanz Ich spüre wie das Silizium meine Zellen füllt Ein neues Wesen wird aus dieser Hülle nun enthüllt (148 BPM) Ich bin das Exponat im kalten Vitrinenglas Verliere mein Gewicht, vergesse wer ich was Die Nadel sticht präzise durch mein Herz aus Stein Ich will für immer konserviert und zeitlos sein Ich atme blassen Staub und werde kühler Raub Für alle Sinne blind und für die Stimmen taub Im Museum der Träume bin ich nur ein Raum Ein Fragment der Nacht, ein unbesiegter Traum (Operatic Outburst) Ich breche aus dem Rahmen, ich bin nicht mehr ich Das Licht der Ewigkeit trifft mich nun ganz erbärmlich Es ist herrlich, so unendlich gefährlich Ich bin die Taxidermie, ich bin absolut ehrlich Kein Fleisch, kein Blut, nur noch kühler Kristall Ein Echo der Schöpfung, ein gewaltiger Knall (148 BPM) Ich bin das Exponat im kalten Vitrinenglas Verliere mein Gewicht, vergesse wer ich was Die Nadel sticht präzise durch mein Herz aus Stein Ich will für immer konserviert und zeitlos sein Ich atme blassen Staub und werde kühler Raub Für alle Sinne blind und für die Stimmen taub Im Museum der Träume bin ich nur ein Raum Ein Fragment der Nacht, ein unbesiegter Traum
Memuat…