Lavendel & Beton
Jonas8 बजाव
Der Asphalt glänzt im kalten Nieselregen Zwischen Loft-Fassaden und versiegelten Wegen Wo früher Graffiti an den Schwellen klebte Und jeder Hinterhof vor Leben bebte Heute gibt es Cafés mit Hafermilch-Quellen Und Designer, die ihre Konzepte vorstellen Der Wind weht die Blätter in den Gulli hinein Ich zieh' die Kapuze, will unsichtbar sein Die Mieten steigen, die Seele wird leise Eine nostalgisch-melancholische Reise Durch Gassen, die ich kaum noch erkenne Weil ich mich fremd in der Heimat nenne Graue Wände und goldener Schein Wer wollte hier eigentlich niemals sein? Die Träume verblasst wie die alten Plakate Hinter der sterilen, neuen Fassade Wir laufen im Kreis und suchen den Kern Die Welt war uns nah, jetzt ist sie so fern Am Kiosk am Eck, ein Relikt aus der Zeit Steht ein Schatten aus meiner Vergangenheit Es ist Jan, sein Blick wirkt ein wenig verloren Wir hatten uns damals doch Großes verschworen Er hält ein Bier, ich 'nen Coffee-to-go Ein stiller Kontrast in der täglichen Show Er fragt: „Und bei dir? Alles nach Plan?“ Ich schau' auf den Boden, seh' die Schienenbahn an Sein Lächeln ist müde, die Jacke ist alt Doch sein Handschlag ist echt, trotz der herbstlichen Kalt Wir reden von früher, von Skateboards und Träumen Von Nächten im Park unter dunklen Bäumen Graue Wände und goldener Schein Wer wollte hier eigentlich niemals sein? Die Träume verblasst wie die alten Plakate Hinter der sterilen, neuen Fassade Wir laufen im Kreis und suchen den Kern Die Welt war uns nah, jetzt ist sie so fern Erfolg ist oft Glätte auf brüchigem Eis Für das Ankommen zahlst du den höchsten Preis Die Echtheit begraben unter Marmor und Glas Vergessen im Rausch, wer man früher mal war Was bleibt uns am Ende, wenn alles zerfällt? Nur der Funke Moral in der käuflichen Welt Die Werte überleben im Hinterhofdreck Da nimmt uns kein Investor die Kindheit weg Ein kurzes Kopfnicken, ein „Mach’s gut, mein Freund“ Wir haben denselben Albtraum geträumt Ich zieh’ weiter durch die kalte Allee Wo ich nur noch Geister der alten Zeit seh’ Keine Bitterkeit, nur ein leises Versteh’n Manche müssen bleiben, manche müssen geh’n Die Stadt atmet schwer unter Beton und Stahl Doch das Herz schlägt noch weiter, trotz jeder Qual Ein letzter Blick zurück auf den Kiosk im Licht Bevor der Abend die letzte Hoffnung bricht Graue Wände und goldener Schein Wer wollte hier eigentlich niemals sein? Die Träume verblasst wie die alten Plakate Hinter der sterilen, neuen Fassade Wir laufen im Kreis und suchen den Kern Die Welt war uns nah, jetzt ist sie so fern
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