Lavendel & Beton
Jonas8 reproducciones
Der Atem gefriert vor der Endstation Zwischen Beton und der letzten Option Beschlagene Fenster im Linienbus Ein bittersüßer, kalter Abschiedskuss Die Werbeplakate am Brückenpfeiler Früher war alles ein bisschen geiler Heute blättert die Farbe vom Untergrund Dreck im System und Blut im Mund Ich halt den Becher fest in der Hand Rücken zur Wand im Niemandsland Die Lichter der Stadt sind verschwommen Hier bin ich hergekommen Der Winter legt sich über das Viertel Wir ziehen enger den ledernen Gürtel Träume verrosten wie altes Metall Doch wir stehen noch immer nach jedem Fall Kein Pathos, nur ehrliche Kälte im Blick Kein Weg führt von diesem Bahnhof zurück Die Haltung bleibt gerade, die Seele massiv Ein ungeschriebener, rauer Brief (Scratches: "Check das Mikrofon... Bahnhofsviertel... Yeah") Da steht ein Bekannter von früher am Kiosk Sein Blick ist leer, fast schon hypnotisch Er fragt nach 'nem Euro, erkennt mich nicht mehr Das Schicksal wiegt Tonnen, das Atmen fällt schwer Wir teilten mal Pläne und billigen Wein Heute will er nur kurz unsichtbar sein Ich geb ihm den Zehner und nicke ihm zu In dieser Welt findest du selten die Ruh’ Wortspiele fließen wie Regen im Rinnstein Man muss erst mal klein sein, um irgendwann Kind sein Zu können in dieser Betonwüste hier Zwischen Hoffnung, Verzweiflung und Dosenbier Gleis eins, Gleis zwei, das Leben zieht vorbei Egal ob du schreist, wir bleiben dabei Die Trompete weint im Hintergrund leise Eine endlose, staubige Reise Das Piano loopt die Melancholie Straßenerfahrung als Philosophie Keine Maske, kein unnötiger Stolz Wir sind geschnitzt aus dem härtesten Holz Selbstironie ist der einzige Schutz Wenn man knietief im städtischen Schmutz Nach den Sternen greift und nur Ruß erwischt Bis das letzte Licht am Bahnsteig erlischt Die Kälte kriecht langsam die Glieder empor Ich steh am verrosteten, eisernen Tor Hab vieles verloren, doch eins blieb mir treu Die Liebe zum Wort, jeden Tag wieder neu Souverän durch den Nebel, der Kopf ist noch oben Auch wenn die Stürme da draußen stets toben Vom Soul-Sample getragen, der Basslauf rollt tief Ich war nie der Typ, der vor Problemen weglief Nur ein Beobachter mit scharfem Verstand Ein einsamer Wolf im vertrauten Land Der Bahnhof schläft ein, die Gleise sind leer Ich atme die Nacht und ich will nicht mehr mehr Der Winter legt sich über das Viertel Wir ziehen enger den ledernen Gürtel Träume verrosten wie altes Metall Doch wir stehen noch immer nach jedem Fall Kein Pathos, nur ehrliche Kälte im Blick Kein Weg führt von diesem Bahnhof zurück Die Haltung bleibt gerade, die Seele massiv Ein ungeschriebener, rauer Brief
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