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Graue Substanz

Jonas

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Liedtext

Parkplatz-Lichter flackern im Takt
Betonwüste, trocken und nackt
Hier kleben Reste von 'nem alten Tag
Ein verblasster Sticker, den keiner mehr mag
Die Laterne summt 'nen einsamen Ton
Verrosteter Draht auf dem Balkon
Ich seh' den Riss in der Mauerfassade
Einstige Heimat, heute nur Fassade
Schritte hallen auf dem rissigen Grund
Kein Lächeln im Gesicht, kein Wort im Mund
Nur das Knistern vom Vinyl im Ohr
Ich zieh' den Kragen hoch, stell' mich davor

Die Zeit frisst die Steine
Ich zieh' meine Kreise alleine
Wo wir früher hingen
Und die Reime erzwungen haben
Bleiben heute nur Narben

Die Stadt reißt alles nieder (nieder)
Doch wir bringen die Lieder (Lieder)
Der Skateplatz wird zu Staub und Dreck
Doch der Flow geht niemals weg
Zwischen Trümmern und Ruinen
Bleiben wir die, die bedienen
In der grauen Substanz
Wahren wir die Distanz

Beton zerfällt, der Geist bleibt wach
Wir halten Wache auf dem letzten Dach
Beton zerfällt, der Geist bleibt wach
Wir halten Wache auf dem letzten Dach

Erinnerst du dich an die Wand am Gleis?
Jeder Tag war die Miete der Preis
Heute steht da 'ne Glasfassade
Luxus-Lofts, echt 'ne Schande, schade
Der Imbiss dampft noch wie damals im Mai
Doch die Gesichter sind längst schon vorbei
Keine Sentimentalität, nur nackte Fakten
Wir waren die Jungs mit den dicken Akten
Mehrsilbige Ketten, die keiner versteht
Weil sich die Welt hier viel zu schnell dreht
Ich seh' den Bagger am Horizont stehen
Doch meine Zeilen werden nicht gehen

Es klopft das Herz im Takt der Snare
Auch wenn hier bald gar nichts mehr wär
Die Wurzeln graben sich tief in den Grund
Ich zieh' an der Kippe, der Rauch wird rund
Vergänglichkeit ist nur ein Wort auf Papier
Ich war schon damals und ich bleibe hier

Savas-Spirit in der Lunge drin
Jeder Reim hat hier seinen Sinn
Komplexe Ketten, Silben-Massaker
Ich bleib' der lyrische Ackerschacker
Die Abrissbirne schwingt im weiten Bogen
Wir haben uns niemals selbst belogen
Was bleibt ist der Dreck unter den Nägeln
Wir steuern das Schiff ohne die Segel
Die Trompete weint einen jazzigen Gruß
Asphalt unter meinem schweren Fuß
Die Gegend stirbt, doch der Takt lebt fort
Das letzte Wort an diesem Ort

Die Stadt reißt alles nieder (nieder)
Doch wir bringen die Lieder (Lieder)
Der Skateplatz wird zu Staub und Dreck
Doch der Flow geht niemals weg
Zwischen Trümmern und Ruinen
Bleiben wir die, die bedienen
In der grauen Substanz
Wahren wir die Distanz

Staub zu Staub, Stein zu Stein
Wir werden immer die Ersten sein
Staub zu Staub, Stein zu Stein
Wir lassen das Licht niemals allein

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