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Rost am Geländer

Jonas

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الكلمات

Der Atem gefriert vor der Endstation
Zwischen Beton und der letzten Option
Beschlagene Fenster im Linienbus
Ein bittersüßer, kalter Abschiedskuss
Die Werbeplakate am Brückenpfeiler
Früher war alles ein bisschen geiler
Heute blättert die Farbe vom Untergrund
Dreck im System und Blut im Mund

Ich halt den Becher fest in der Hand
Rücken zur Wand im Niemandsland
Die Lichter der Stadt sind verschwommen
Hier bin ich hergekommen

Der Winter legt sich über das Viertel
Wir ziehen enger den ledernen Gürtel
Träume verrosten wie altes Metall
Doch wir stehen noch immer nach jedem Fall
Kein Pathos, nur ehrliche Kälte im Blick
Kein Weg führt von diesem Bahnhof zurück
Die Haltung bleibt gerade, die Seele massiv
Ein ungeschriebener, rauer Brief

(Scratches: "Check das Mikrofon... Bahnhofsviertel... Yeah")

Da steht ein Bekannter von früher am Kiosk
Sein Blick ist leer, fast schon hypnotisch
Er fragt nach 'nem Euro, erkennt mich nicht mehr
Das Schicksal wiegt Tonnen, das Atmen fällt schwer
Wir teilten mal Pläne und billigen Wein
Heute will er nur kurz unsichtbar sein
Ich geb ihm den Zehner und nicke ihm zu
In dieser Welt findest du selten die Ruh’
Wortspiele fließen wie Regen im Rinnstein
Man muss erst mal klein sein, um irgendwann Kind sein
Zu können in dieser Betonwüste hier
Zwischen Hoffnung, Verzweiflung und Dosenbier

Gleis eins, Gleis zwei, das Leben zieht vorbei
Egal ob du schreist, wir bleiben dabei
Die Trompete weint im Hintergrund leise
Eine endlose, staubige Reise

Das Piano loopt die Melancholie
Straßenerfahrung als Philosophie
Keine Maske, kein unnötiger Stolz
Wir sind geschnitzt aus dem härtesten Holz
Selbstironie ist der einzige Schutz
Wenn man knietief im städtischen Schmutz
Nach den Sternen greift und nur Ruß erwischt
Bis das letzte Licht am Bahnsteig erlischt

Die Kälte kriecht langsam die Glieder empor
Ich steh am verrosteten, eisernen Tor
Hab vieles verloren, doch eins blieb mir treu
Die Liebe zum Wort, jeden Tag wieder neu
Souverän durch den Nebel, der Kopf ist noch oben
Auch wenn die Stürme da draußen stets toben
Vom Soul-Sample getragen, der Basslauf rollt tief
Ich war nie der Typ, der vor Problemen weglief
Nur ein Beobachter mit scharfem Verstand
Ein einsamer Wolf im vertrauten Land
Der Bahnhof schläft ein, die Gleise sind leer
Ich atme die Nacht und ich will nicht mehr mehr

Der Winter legt sich über das Viertel
Wir ziehen enger den ledernen Gürtel
Träume verrosten wie altes Metall
Doch wir stehen noch immer nach jedem Fall
Kein Pathos, nur ehrliche Kälte im Blick
Kein Weg führt von diesem Bahnhof zurück
Die Haltung bleibt gerade, die Seele massiv
Ein ungeschriebener, rauer Brief

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